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Neuer Forschungsbereich „Systemmedizin“ nimmt komplexe Krankheitsprozesse ins Visier

Alfred Kuczera 0

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) erweitert seine Forschungsaktivitäten um den Bereich der „Systemmedizin“. Im Fokus steht das Beziehungsgeflecht der Mechanismen von Hirnerkrankungen. Erkenntnisse darüber sollen den Weg für neue Behandlungsmöglichkeiten ebnen – insbesondere für Therapien, die individuell maßgeschneidert sind. Direktor des neuen Forschungsbereichs ist der Bonner Genomforscher und Immunologe Prof. Dr. Joachim Schultze.

„Die Systemmedizin begreift Erkrankungen als komplexe Geschehnisse und betrachtet sie in ihrer Gesamtheit. Es geht um den Blick auf das große Ganze und um die Frage, wie Krankheitsmechanismen miteinander zusammenhängen. Dieser Ansatz ist noch relativ jung, findet aber Einzug in immer mehr Bereiche der medizinischen Forschung“, erklärt Prof. Schultze. „Ziel ist es, das System zu verstehen. Wobei System ein skalierbarer Begriff ist. Je nach Fragestellung kann es um eine Zelle gehen, das Gehirn, die Wirkung von Umweltfaktoren auf das Genom oder um andere Systeme oder Beziehungsgeflechte, die für eine Erkrankung von Bedeutung ist. Im Fokus steht dabei nicht der eine spezielle Krankheitsprozess. Es geht immer darum, ein solches Element im größeren Kontext zu sehen.“

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