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Neue Studie rät auch bei COVID-19-Hochdruckpatienten zu Blutdrucksenkern

Alfred Kuczera 0

Wie ist das Risiko von Blutdrucksenkern bei COVID-19-Patienten zu beurteilen? Das SARS-CoV2 Virus nutzt zum Eintritt in die Zellen das Enzym ACE2. Da Blutdruckmedikamente ACE2 anheben, wurde immer wieder spekuliert, dass sie eine SARS-CoV-2-Infektion erleichtern und schwere COVID-19-Verläufe begünstigen könnten. Andererseits gab es auch Arbeiten aus der Grundlagenforschung, die zeigten, dass ACE2 vor schweren Lungenschädigungen schützt. Eine am 1. September 2020 auf dem Kongress der europäischen Kardiologen präsentierte randomisierte Studie gibt nun Gewissheit: Die Medikamente schaden nicht und müssen daher auch nicht bei COVID-19-Patienten abgesetzt werden.

Der krankheitsauslösende Mechanismus von Sars-Cov-2 hat viele Patienten mit Bluthochdruck verunsichert, denn die blutdrucksenkende Therapie (mit ACE-Hemmern/ACEi oder Angiotensin-Rezeptor-Blockern/ARB) kann zu einer leichten Erhöhung von ACE2 führen. Und mehr „Eintrittspforten“, so die Befürchtung, könnten Betroffene anfälliger für die Infektion mit dem neuartigen Virus machen. Dieses Risiko stufte die europäische Bluthochdruckgesellschaft European Society of Hypertension (ESH) [1] jedoch als sehr gering ein und riet Bluthochdruckpatientinnen und -patienten, weiterhin ihre blutdrucksenkenden Medikamente wie verschrieben einzunehmen.

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