Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Forscher testen innovatives Bildgebungsverfahren bei krankhaften Eiweißablagerungen im Gehirn

Alfred Kuczera 0

Wissenschaftler der Universität Leipzig setzten erstmals erfolgreich das bildgebende Verfahren eines sogenannten tau-PET-Tracers bei der sehr seltenen Erkrankung des Gehirns namens progressive supranukleäre Blickparese ein. Die krankhaften Eiweißablagerungen konnten nun schon zu Lebzeiten eines Patienten mittels spezieller tau-Protein-Positronen-Emissions-Tomografie (PET) im Gehirn nachgewiesen werden, was wiederum die sehr schwierige Diagnose erleichtert.

Nur rund 12.000 Betroffene leiden in Deutschland an progressiver supranukleärer Blickparese, abgekürzt PSP, die aufgrund ihres Krankheitsbildes oftmals als Parkinsonerkrankung diagnostiziert wird. PSP ist eine degenerative Erkrankung des Gehirns, die zu Problemen bei der automatischen Steuerung von Bewegungsabläufen wie beispielsweise der Augen, beim Schlucken und Sprechen oder auch beim Halten des Gleichgewichts führen kann. Der bisherige Goldstandard der Diagnostik ist der mikroskopische Nachweis von speziellen tau-Protein-Ablagerungen im Gehirn. Eine Bildgebung dieser tau-Aggregate zu Lebzeiten der Patienten war bisher nicht möglich. Nun fanden die Wissenschaftler im Rahmen der aktuellen Studie heraus, dass sich dies in Zukunft mit Hilfe der PET-Bildgebung ändern könnte.

Weiterlesen im Mitgliederbereich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.