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Professor der Technischen Universität Berlin will Debatte über Krankenhausstruktur fortsetzen

Alfred Kuczera 0

Kliniken sollten nicht mehr länger allein über ihr Leistungsspektrum bestimmen.

Dies fordert als eine der wichtigsten Schlussfolgerungen aus der Corona-Pandemie Prof. Dr. Reinhard Busse. „Wir sollten diese Praxis nicht fortführen“, sagt Busse, der an der TU Berlin das Fachgebiet Management im Gesundheitswesen leitet. Notwendig sei vielmehr eine landesweite Krankenhausplanung, aus der das Aufgaben- und Leistungsspektrum jedes einzelne Krankenhaus hervorgeht – aufgrund seiner strukturellen, personellen und technischen Ausstattung und Erfahrung.

Es sei nicht sinnvoll, so der Gesundheitsökonom, dass jedes Krankenhaus komplexe Krebsoperationen vornehme, also alle Kliniken alles machen würden. „Und wenn es nicht jedem Krankenhaus bislang selbst überlassen gewesen wäre, welche Leistung es anbietet, dann wäre es zu dem Desaster fehlender Schutzkleidung in der Corona-Krise in diesem Ausmaß auch nicht gekommen, weil ein Vorrat Voraussetzung zur Behandlung infektiöser Patienten Pflicht gewesen wäre“, so Busse. „Dass wir in Deutschland so viele Intensivbetten haben, ist in diesen Zeiten beruhigend, aber ansonsten gibt es zu viele Krankenhausbetten in zu vielen Krankenhäusern.“

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